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Zu meiner Arbeit
Ich arbeite medienverbindend an verschiedenen Werkgruppen: von kleinen skizzenhaften Objekten ( z.B. die Objektgruppe: die andere Baustelle) und kleinformatigen Papierarbeiten (z.B. die Reihe: aus dem Zettelkasten) über großformatige Bilder (z.B. die Reihe der Enkaustikbilder: Sedimente) bis hin zu Raumzeichnungen.
Raumgreifende flächige und lineare Motive, die direkt auf Wand, Decke oder Boden gemalt oder gezeichnet sind, können dabei von Arbeiten aus meinen anderen Werkgruppen überlagert werden.
Bei meinen raumbezogenen Arbeiten interessiert es mich einerseits, architektonische Bedingungen zum Bestandteil des bildnerischen Geflechts zu machen. Andererseits finde ich einen interaktiven Aspekt dabei spannend:
bei den neueren Raumzeichnungen kann man als Betrachter, indem man den Standpunkt im Raum verändert, die jeweils gleichen Bildfragmente zu unterschiedlichen Gesamtbildern zusammenfügen.
Zu meiner Arbeit, lasse ich mich oft von meinem Zettelkasten anregen, in dem ich neben eigenen Skizzen und Fotos, verschiedenartige vorgefundene Bilder, von Ausrissen aus Zeitschriften über Internetfunde bis hin zu Standbildern aus Filmen, sammle.
Meine Arbeit bietet mir damit auch die Möglichkeit, auf die Flut der Bilder, die auf mich einströmt, zu reagieren.
Ich versuche die unverbundenen, oft in scheinbaren Parallelwelten existierenden Bilder grafisch, zeichnerisch, malerisch zu interpretieren und in ein für mich neues formales und inhaltliches, vielleicht auch poetisches, Beziehungsgeflecht zu überführen.
Mich interessiert dabei unter anderem, wie sich durch dieses Verfahren die meist bereits vermittelten Bilder (bzw. Images) aus ihrer oft „klischeehaften Verpuppung“ (1) lösen lassen und womöglich wieder einen ursprünglichen, überraschenden Charakter bekommen.
Jörg Mandernach
(1) Formulierung aus einem Text von Dr. Hans-Jürgen Schwalm zu meinen Bildern im Katalog zur Ausstellung Junger Westen 1993, Kunsthalle Recklinghausen.
On My Work
I connect media in various groups of works: from small sketch-like objects (for example, the object group “die andere Baustelle” – “the other construction site”) and small-format works on paper (for example, the series: “aus dem Zettelkasten” – “from the file box”) through large-format pictures (for example, the encaustic series “Sedimente” – “Sediments”) to room drawings.
Works from my other work groups can thereby overlay expansive flat and linear motifs painted or drawn directly on a wall, ceiling, or floor.
What interests me in my room-oriented works is, on the one hand, to turn architectonic conditions into a component of the pictorial network. On the other hand, I also find an interactive aspect interesting: in the newer room drawings, the viewer can assemble the same picture fragments into different overall pictures by changing his position in the room.
I often take inspiration for my work from my file box, where I collect my own sketches and photos, as well as various found pictures, from those torn from periodicals through Internet images to still shots from films.
My work gives me the chance to respond to the flood of images that pours over me.
I try to interpret in graphic art, in drawings, and in paintings the unconnected images that often exist in seemingly parallel worlds; I transpose them into a web of relations that, for me, is new in form and content and possibly poetic, as well.
One of the things that interests me thereby is how this procedure can release pictures (or images), which are usually already mediated, from their often “clichéd concealment” (1) so that they might take on an original, surprising character again.
Jörg Mandernach
(1) Formulation from an article by Dr. Hans-Jürgen Schwalm on my pictures in the exhibition catalog Junger Westen 1993, Kunsthalle Recklinghausen.
Translation: Mitch Cohen
